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Konisation – Gewebeschonende Behandlung

Bei hochgradigen Veränderungen (CIN 3) kann die Entfernung der betroffenen Areale in einem kleinen operativen Eingriff – der Konisation empfohlen sein.

Das Verfahren:

  • Entfernung eines kleinen, kegelförmigen Gewebestücks aus dem Gebärmutterhals
  • In der Regel ambulant und unter Kurznarkose
  • Schonung nach dem Eingriff ist wichtig, insbesondere kein Geschlechtsverkehr für ca. 2-3 Wochen

Hinweis bei Kinderwunsch:
Wir legen großen Wert auf gewebeschonende Techniken, um mögliche Risiken für Frühgeburten in späteren Schwangerschaften zu minimieren.

 

Konisation per LEEP – Moderne Behandlung bei Zellveränderungen am Gebärmutterhals

Die LEEP-Methode entfernt veränderte Zellen am Muttermund präzise und schonend mit einer elektrisch erhitzten Drahtschlinge.

Vorteile:

  • Minimalinvasiv und gewebeschonend
  • Kurze Vollnarkose, meist ambulant
  • Geringeres Risiko für spätere Schwangerschaftskomplikationen

Nachsorge:

  • Schonung für 4–6 Wochen
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

Lasertherapie bei Vaginalatrophie

Sanfte Therapie ohne Hormone

Die fraktionale CO₂-Laserbehandlung eignet sich für Frauen mit degenerativen Veränderungen der Vagina und Vulva – z. B. in den Wechseljahren oder unter antihormoneller Therapie bei Brustkrebserkrankungen. Durch diesen Therapieansatz wird die Regeneration der Schleimhaut angeregt, indem die Kollagenproduktion stimuliert wird.

Indikationen – Für wen ist die Lasertherapie geeignet?

Die fraktionierte CO₂-Lasertherapie kann bei folgenden Beschwerden und Krankheitsbildern sinnvoll eingesetzt werden:

  • Vulvovaginale Atrophie
    Symptome wie Scheidentrockenheit, Reizung, Juckreiz, sowie Schmerzen beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr.
  • Lichen sclerosus
    Chronische, entzündliche Hauterkrankung der Vulva.
  • Milde Belastungs-Harninkontinenz
    Unterstützung der Geweberegenerierung.
  • Urogenitalsyndrom
    Besonders für Patientinnen, bei denen eine hormonelle Therapie – etwa wegen Brustkrebs – nicht in Frage kommt.

Wie läuft die Therapie ab?

Der Eingriff erfolgt ambulant und erfordert keine aufwendigen Vorbereitungen:

Ambulant auf dem gynäkologischen Stuhl

Vorbereitung
In den Tagen vor der Behandlung ist keine spezielle Vorbereitung nötig (z. B. keine bakteriellen Abstriche oder lokale Cremeanwendungen).

Anästhesie
Eine Stunde vor der Therapie wird eine lokal betäubende Creme aufgetragen – eine Allgemeinnarkose ist nicht erforderlich.

Durchführung
Der Arzt oder die Ärztin führt eine Sonde in die Scheide – vergleichbar mit einer vaginalen Ultraschalluntersuchung. Über die Sonde wird der fraktionierte CO₂-Laserstrahl um 360° gedreht und langsam zurückgezogen, um die gesamte Schleimhaut zu stimulieren.

So funktioniert die Behandlung

Förderung der Kollagenbildung, Durchblutung und Schleimhautregeneration

Behandlungsplan
3 Sitzungen im Abstand von mehreren Wochen – Wirkung hält etwa 12 Monate an.

Erfolgsquote
Über 85 % der Patientinnen berichten von einer spürbaren Verbesserung ihrer Beschwerden.

Kosten
Die Behandlung ist aktuell keine Kassenleistung. Wir prüfen mit Ihnen gerne die individuellen Erstattungsmöglichkeiten.

Mainzer Vulvasprechstunde – interdisziplinäre Expertise

Um das Behandlungsangebot für spezielle Erkrankungen des äußeren weiblichen Genitales in der rheinlandpfälzischen Landeshauptstadt zu verbessern, haben wir unsere Kompetenzen zum Wohl der Frauen unserer Region gebündelt und arbeiten fortan in diesem speziellen medizinischen Bereich zusammen.

In Kooperation mit der zertifizierten gynäkologischen Onkologie des Marienhausklinikums Mainz (MKM) bieten wir eine gemeinsame Spezialsprechstunde für Erkrankungen der Vulva an, um eine bestmögliche Diagnostik und Therapie auf höchstem medizinischen Niveau aus einer Hand anbieten zu können.

  • Lichen sclerosus
  • Dysplastische Veränderungen der äußeren und inneren Scheide
  • Vulvakarzinome und Krebsvorstufen

Ihr Dysplasie-Team

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