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Was sind Dysplasien?

Dysplasien sind Zellveränderungen, die als Vorstufen einer Krebserkrankung gelten können – insbesondere am Gebärmutterhals. Sie werden in drei Schweregrade unterteilt:

  • CIN 1 – leichte Dysplasie
  • CIN 2 – mittelgradige Dysplasie
  • CIN 3 – hochgradige Dysplasie

Leichte und mittelgradige Dysplasien heilen in vielen Fällen von selbst, besonders bei jungen Frauen. Eine regelmäßige Kontrolle reicht meist aus. Hochgradige Dysplasien hingegen haben ein deutlich erhöhtes Risiko, sich zu Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln – sie sollten entfernt werden.

Die Ursache: HPV-Infektion

Die meisten Dysplasien entstehen durch eine chronische Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV). Diese Viren werden hauptsächlich durch Sexualkontakt übertragen. Häufig bleibt eine Infektion unbemerkt – vor allem bei jungen Menschen.

In vielen Fällen heilt die Infektion von selbst aus. Bleibt sie jedoch bestehen, kann sie über Jahre hinweg Zellveränderungen verursachen – bis hin zu Gebärmutterhalskrebs.

Das Risiko hängt u. a. von folgenden Faktoren ab:

  • Teilnahme an der Krebsvorsorge
  • HPV-Impfstatus
  • Alter und Sexualverhalten
  • Rauchen (erhöht das Risiko)

Abklärungs­kolposkopie – Der Ablauf

Wenn auffällige Zellabstriche (z. B. PAP III, IIID, IV oder V, HPV-Infektion) vorliegen, überweist Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt Sie zur Abklärung in unsere Sprechstunde.

Ablauf der Untersuchung:

  • Einführung eines Spekulums zur Darstellung des Gebärmutterhalses
  • Betrachtung mit einer speziellen Kamera (Kolposkop)
  • Betupfen der Schleimhaut mit Essig- und Jodlösung zur besseren Darstellung auffälliger Areale
  • Gegebenenfalls Entnahme kleiner Gewebeproben (Biopsien) – meist schmerzfrei und risikoarm

Ihr Dysplasie-Team

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